Dienstag, 17. Februar 2015

Altec 604E for sale

Ganz offenkundig ist das Thema Altec 604 ein für viele faszinierendes, gehe ich nach dem Besucheransturm auf mein letztes Posting Altec Stonehenge III "Reloaded". In diesem Zusammenhang im Folgenden eine seltene Gelegenheit, DREI Chassis Altec 604E inklusive Originalweichen zu erwerben.

Normalerweise möchte ich meinen Blog nicht für "Angebote" nutzen, aber für meinen Bekannten mache ich da einmal aus gegebenem Anlass eine Ausnahme. Diese Chassis z.B. in der "Bucht" einzustellen wäre einfach zu schade (frevelhaft!), da man die Kontrolle aus der Hand gibt, an wen man verkauft. Ich bin hier nur der Vermittler.

Zur Historie der Chassis:
Diese drei Altec 604E Chassis waren einmal in einer Tanzschule in Betrieb, bis sie ausgemustert wurden und dem jetzigen Besitzer (einem professionellen Hifi-Konstrukteur) in die Hände fielen. Alle drei Chassis befinden sich in einem sehr guten Originalzustand inklusive der Originalweichen. Einzig die flachen Schwingspulen-Zuführungen zu den Hochtonkalotten wurden gelötet, da diese im mittleren Bereich (nicht in Membrannähe) gebrochen waren. Die Chassis funktionieren einwandfrei. Der Besitzer hat für alle drei Chassis die Thiele-Small-Parameter in einem Testgehäuse penibel gemessen und dokumentiert.

Bei ernsthaftem Interesse:
Bitte eine E-Mail mit Preisvorschlag an carsten(dot)bussler(at)web(dot)de. Bitte wirklich nur bei ernst gemeintem Interesse. In diesem Fall können von mir auch die originalen TSP der drei Chassis per E-Mail geliefert werden (hier aus gutem Grund nicht veröffentlicht). Ich stelle dann den Kontakt zum Besitzer her und klinke mich aus.

Im Folgenden einige Bilder - bei Bedarf können gewiss auch weitere Bilder geliefert werden.













Ergänzend die technischen Datenblätter der Altec 604E (Quelle: alteclansingunofficial.nlenet.net):


Montag, 16. Februar 2015

Altec Stonehenge III "Reloaded" - Nachbau mit NOS Altec 604-8G (Alnico) und Originalweiche

Der Altec 604 Duplex Treiber dürfte einer der berühmtesten der Hifi-Geschichte sein - und einer der am längsten produzierten. "Duplex" sagt dabei nichts anderes aus, als dass es sich um ein Koaxial-Chassis (bestehend aus einem Basstreiber mit 3"-Schwingspule und einem Druckkammer-Mittel-Hochton-Horn) handelt. Bereits 1944 erschien diese 15"-Variante als Ableger der im Zeitraum 1941-1943 erschienenen 12"-Variante "601". (Weiterführende Infos liefert Wikipedia.)

Im Laufe der Zeit wurde der Treiber ständig weiterentwickelt und die unterschiedlichen Evolutionsstufen bzw. Varianten wurden durch einen an den Namen angehängten Zusatz kenntlich gemacht, z.B. Altec 604-8G - um diesen Treiber soll es hier gehen. Die 8G-Variante wurde zwischen 1973 und 1979 produziert und verwendete als letzte Alnico als Magnetmaterial (die späteren Modelle hatten Ferritantriebe - der vorliegende Treiber stammt von 1974). Der Korb ist aus Aluminium-Druckguss. Beim Horn handelt es sich hier um das berühmte Sectoral-Style-Horn (oder auch Multi-Cellular-Horn) - spätere Varianten (8K) verfügten über das so genannte Mantaray-Horn (benannt nach seinem Erfinder Mantaray), welches vermeintlich über eine gleichmäßigere Abstrahlcharakteristik verfügte (Stichwort: "Constant Directivity"). Wenn man - so wie Björn J. - diesen Treiber samt Originalweiche als NOS-Teil bekommen kann (Du Glücklicher!), dann stellt sich also nur noch die Frage nach der passenden Behausung.


Stonehenge III Testgehäuse aus OSB-Platten



´Gehäuse? Na, das liegt doch auf der Hand - das Altec 620A-Gehäuse!´ So würde der Kenner reagieren, schließlich wird dieser Klassiker auch von Altec selbst empfohlen. Und so sehen die nicht mehr ganz kompakten "Schnuckelchen" dann auf der Zeichnung bzw. "live" aus:



In manchen (Wohn-)Situationen können diese breiten Wonneproppen allerdings etwas zu groß sein, aber es gibt ja Alternativen, z.B. die "Stonehenge III". Sie war das größte der drei Stonehenge-Modelle von Altec (allesamt quasi Laufsteggrazien im Vergleich zur 620A):



Björn entschied sich, das Stonehenge III-Gehäuse zunächst zu Testzwecken kostengünstig aus OSB-Platten zu bauen.

(Kleiner Einschub: Spanplatte, Tischlerplatte, Multiplex, OSB oder auch Vollholz - all diese Materialien können nach meiner Erfahrung gut bis sehr gut klingen, nur MDF ist für Lautsprechergehäuse grundsätzlich völlig ungeeignet. Das spezifische Gewicht von MDF ist viel zu hoch, ergo wird die in Schwingung versetzte Gehäusemasse viel zu groß und schwingt lange nach. Rein subjektiv klingt MDF dadurch stets dumpf, mulmig, langsam und irgendwie leblos.)

Und so sieht der "Werdegang" des Gehäuses dann aus:









Die "universalen" Original-Weichen hat Björn mittlerweile durch von Jeff Markwart entwickelte ersetzt. Die Originalteile waren dann eben doch zu universell und funktionieren mehr schlecht als recht in jeder Situation... (Die beste Weiche ist ohnehin "keine", aber das geht bei Zweiwegern ja schlecht...)


Auf den Hifi-Tagen in Hamburg hatte ich Björn getroffen und er verriet mir, dass das Testgehäuse seine Feuertaufe bestanden habe. Derzeit befindet sich das finale Gehäuse aus Vollholz in der Fertigung. Update folgt!

Donnerstag, 12. Februar 2015

Voxativ 845 vs. Cayin Spark 9084d

Edit / Update vom 18.02.2015
Um weiteren Missverständnissen vorzubeugen, habe ich mich aus freien Stücken und nach freundlichem Austausch (und das meine ich tatsächlich genau so) per E-Mail mit der Fa. Voxativ entschieden, diesen Beitrag zu überarbeiten und Passagen zu löschen - ebenso habe ich alle Kommentare gelöscht, da die Bezüge nun nicht mehr stimmen. Nachdem ich ergänzende Informationen und technische Details von der Fa. Voxativ erhalten habe, möchte ich diese gerne im Folgenden kurz darstellen.


Voxativ 845 Mono-Endstufe (Hifi-Tage Hamburg 2015)


Voxativ Vorstufe (Hifi-Tage Hamburg 2015)

Auf den Hifi-Tagen 2015 in Hamburg führte die Fa. Voxativ u.a. oben abgebildete Elektronik vor: Eine Vorstufe mit separatem Netzteil, Fernbedienung für Lautstärke sowie Phono MM und MC (realisiert via Lundahl-Übertrager). Diese kostet 11.000 €.

Die zugehörigen 845 Mono-Endstufen kosten als Pärchen inoffiziell 12.000 €, diese werden aber eigentlich nicht separat zur Vorstufe angeboten, sondern im Paket mit Vorstufe für 20.000 €.

Auffälliges Merkmal der Mono-Endstufen ist ihre optische Ähnlichkeit zum Cayin (Spark) Modell 9084d.


Cayin (Spark) 9084d (Bildquelle: Cayin China)

Gleichwohl werden die Monos laut Voxativ völlig überarbeitet. Unter anderem werden die chinesischen Ausgangsübertrager durch Eigenentwicklungen ersetzt, Netzteilkondensatoren getauscht sowie die Leitungsführung für Masse und Hochspannung geändert. Außerdem kommen Reinkupferklemmen sowie ein Interstage Choke zwischen 300B und 845 zum Einsatz. Die Röhrenheizung läuft nun mit Gleichspannung statt Wechselspannung. Zudem sei in Planung, zukünftig ein anderes Gehäuse zu verwenden, was aber den Preis anheben werde.

Dienstag, 10. Februar 2015

Norddeutsche HiFi-Tage / Hörtest 2015 in Hamburg Part #4: Nachschlag & Auffälligkeiten

´Ah, jetzt wärmt er das Thema noch einmal auf und fasst den letzten Bildermüll zum Abschluss-Posting zusammen!´ So oder so ähnlich könnte man als Leser dieses Blogs argwöhnen. Als Schreiberling sieht man es ganz anders: Der eigentliche Sinn einer kleinen Nachbetrachtung ist einfach, dass die Berichte zunächst möglichst schnell online gehen sollten und dadurch einige Infos in der Eile unter den Tisch fielen. Einige Bilder sind qualitativ auch tatsächlich nicht besonders gut und rauschten beim ersten Sortieren durch´s Qualitätsraster - gleichwohl kann es Sinn machen, diese als "Kondensationskeim" für eine nachgeschobene Info dennoch online zu stellen. Also wühlte ich einige Bilder wieder aus dem Mülleimer! ;-) Und manche Dinge sind mir einfach erst später wieder eingefallen.


Hier der kleine Transrotor Rossini noch einmal aus einer anderen Perspektive. Ich mag gerade dieses Transrotor-Modell ganz besonders, weil es so herrlich schlicht daherkommt, eine klassische rechteckige Grundform hat und der chromfarbene Anteil durch das Acrylweiß der Zarge bzw. das Weiß des Plattentellers kompensiert wird. Und weil es eher am unteren Ende der Transrotor-Preisliste rangiert.




Hier noch einmal die Voxativ "Pi" in Weiß (sie stand in einem anderen Raum als die schwarze Variante). Ich hatte ja rumgequakt, die "Pi" klinge untenrum etwas zu dünn. Wie immer Geschmackssache - sicher keine Lautsprecher für brachiale Rockmusik, aber die Kiste wird schon ihre Fans finden. Allerdings sieht das Schnuckelchen ja doch sehr hübsch aus, so in Weiß!


Nessie, das Ungeheuer von Loch Ness. So sieht es also aus - hier mit Haube. Bitte nicht an den Spiegelreflexionen auf der Haube stören. Immerhin prangt nun vorne der Preis dieser Plattenwaschmaschine, was einige sicher interessieren dürfte. Ich kannte das Gerät zuvor nicht und konnte die Funktionsweise live in Augenschein (aber nicht in Ohrenschein) nehmen. Überhaupt: Den Namen finde ich sehr sympathisch und originell!



Rein optisch war Tannoy ja noch nie so ganz mein Ding. Muss ja auch nicht. Allerdings habe ich mich stets gefragt, wieso der Wirkungsgrad der meisten Modelle immer nur so gerade eben die 90 dB-Marke überspringt (wenn überhaupt). Und warum werden diese grundsätzlich ja immer noch spannenden Koaxe nicht einmal live hier vorgeführt, zum Beispiel mit einer schön brutalen Push-Pull-Pentode? Dafür würde ich dann auch meine uralten, party-versifften AC/DC-Scheiben von Dachboden kramen und mitbringen. Könnte man dann ja mit einem robusten Denon DL 103-MC abspielen. Der Blick ins Koax-Innere offenbart doch bereits eine verblüffende Ähnlichkeit zu einer Brennerdüse; also - da geht doch was...



Martion Bullfrog (oben, blaue Würfel) und Geithein (unten) - beides kompakte Koax-Monitore. Das fiel mir grundsätzlich auf bei den verschiedenen Vorführungen: In den relativ kleinen Hotelräumen kamen kompakte Monitore meist besser zurecht als große Standboxen - kein Wunder eigentlich.



Hier noch einmal bfly-audio. Am Stand im Flur war immer viel los und ich hatte leider nur kurz Gelegenheit, Herrn Schäffer mal die Hand zu schütteln und kurzen Small Talk mit ihm zu halten. Neben viel Zubehör, Tweaks und allerlei Hilfsmitteln hatte er natürlich seine Perle - die Phonostufe "Perla Musica" - ebenfalls mit im Gepäck. Leider wurde sie nicht vorgeführt, jedenfalls habe ich sie nur auf dem Tisch im Flurbereich gesichtet. Herr Schäffer, für die nächsten Hifi-Tage in Hamburg 2016 wünsche ich mir eine musikalische Vorführung - am besten mit einem von Ihnen getunten Thorens-Dreher, wie er auch bei Ihnen zu sehen war!


Ganz erstaunlich: Der "Starter" von input audio stand und spielte auf einem rutschigen Seidendeckchen. Klangliche Gründe konnte das kaum haben, ob hier wohl eine Dame dekoriert hatte?!


Das RP8-Skelett von REGA stand im Flurbereich des Erdgeschosses herum, und zwar an einer so stark frequentierten Ecke, dass fast jeder, der vorbeikam, irgendwie daran fasziniert herumfummelte. Bis das arme Teil dann so "speckig" aussah wie hier...



Von Unison Research gab´s einen Standlautsprecher namens "Max 1" zu hören. Vorgeführt wurde im offenen Flurbereich, was eine Beurteilung der Performance aufgrund des allgemeinen Geräuschpegels unmöglich machte. Dafür drehten die Höhrer auf dem Sofa eigenständig den Pegel immer weiter auf als versuchten sie, die Umgebungsgeräusche zu übertönen oder die parlierenden Besucher zum Schweigen zu zwingen...

Klar, die Röhren-Amps von Unison Research gab es natürlich auch:




Und sonst - was bleibt von der Veranstaltung hängen, was könnte besser gemacht werden? Ganz ehrlich - so richtige Kritik am diesjährigen Event fällt mir einfach nicht ein. Alles war gut organisiert und insgesamt war es trotz der Menge der Besucher recht entspannt. Auch das Service-Personal war freundlich und professionell, man bekam stets vernünftige Auskünfte und die Vorführungen - nun, die sind ja eh´ Sache der Aussteller selbst. Aber auch die waren im Großen und Ganzen anständig bis sehr gut. Ich freue mich jedenfalls auf nächstes Jahr!