Samstag, 28. März 2015

Blog: "Plattenbesprechungen"

Cool gemacht, Jungs! Die "Jungs" - das sind Arndt, Simon und Markus, die den Blog Plattenbesprechungen betreiben. Einfach "Plattenbesprechungen", so schlicht und lässig kann ein Name sein. Was sie da so treiben, lasse ich sie gerne selbst beschreiben und zitiere hier einfach von ihrem Blog:

"Auf diesen Seiten findet Ihr Musikrezensionen. Subjektive Musikrezensionen von Arndt, Simon und Markus über Schallplatten, CD´s und DVD´s. Meist mit Rockmusik oder aber Popmusik. Als Bewertungsorientierung bedienen wir uns dabei dem Punktesystem. 0: "Das war gar nichts", bis 15 Punkte: "Absolut perfekt in unseren Augen". Die Besprechungsliste wächst stetig und wir freuen uns natürlich über andere Meinungen, seien es zustimmende Worte, wie auch ganz konträre Ansichten. Unsere Herangehensweise ist dabei sehr unterschiedlich. Während Arndt hauptsächlich Platten deutscher Musiker bespricht, die ihm gefallen, durchforstet Markus seinen Plattenschrank. Und Simon, der schreibt etwas über das, was er gerade hört. ..."

Jetzt bin ich mal so frech und weise darauf hin, dass Simon gemäß Übersicht in der rechten Sidebar bisher nur 2 Platten besprochen hat - er hört wohl mehr, statt dass er darüber schreibt... ;-)


Die drei haben jedenfalls schon ganze Arbeit geleistet (vor allem Markus) und ziemlich viele Scheiben getestet, bewertet und sehr kurzweilig auf den Punkt beschrieben. Das Schöne: Sie schreiben querbeet durch die Genres und auch über ganz alte Scheiben, nicht nur unbedingt über aktuelles Zeug. Und, fast am allerwichtigsten: Sie haben in verschiedenen Sortierungen in der rechten Sidebar eine gute Übersicht über alle besprochenen Platten geschaffen, die es (im Rahmen der von Blogger bereit gestellten Möglichkeiten) erlaubt, quasi mithilfe unterschiedlicher "Filter" nach bestimmten Künstlern, Erscheinungsjahren etc. zu suchen.

Es gibt ja mittlerweile zigtausende unterschiedlichste Blogs (davon 99,9 % Schrott) - das ist mal endlich wieder einer, der mir echt gut gefällt. Wird ab sofort in meine Blogroll aufgenommen.

Dienstag, 24. März 2015

Seas FA22RCZ mal wieder...

Vor einiger Zeit hatte ich ja einmal offene Lautsprechergehäuse für den Seas FA22RCZ Breitbandlautsprecher gezeigt, die auf dem Breezer-Entwurf aus der Klang und Ton basieren (hier, hier, hier und hier). Schön, wenn auch später immer wieder weitere Exemplare "auftauchen", wie hier die wirklich gelungenen Exemplare von Christian. Eigentlich ging´s um Röhren, da schickte er mir ein Bild, auf dem seine Lautsprecher zu sehen waren. Kurz nachgefragt - klar sind das auch "Breezer"!

Donnerstag, 12. März 2015

Dachbodenfund Technics SL-Q202

Dass ich noch einmal so einen "Patienten" auf den Tisch bekommen würde, hätte ich auch nicht gedacht. Da schleppt doch ausgerechnet mein bis dato in Sachen Hifi unverdächtiger Laufkumpel (der Andrea Berg- und Helene Fischer-Hörer) einen alten Plattenspieler an, den er auf seinem Dachboden (wieder)entdeckt hat: "Hier, du kennst dich mit sowas doch aus, kriegste den wieder hin?"



Naa ja, der Plattenteller sieht doch schon etwas mitgenommen aus. Überall kleine Korrosionsmacken - hat das gute Stück vielleicht doch im feuchten Keller gelagert?! Motor läuft jedenfalls, beide Geschwindigkeiten sogar korrekt. Allerdings klemmt der Ein-Aus-Schalter; sobald der Dreher "Saft" via Netzstecker hat, ist er an - und bleibt es auch.

Grundsätzlich hat mich das relativ hohe Gewicht bei diesem Kompaktling überrascht. Heuer sind vergleichbare "Bretter" dagegen ja völlige Fliegengewichte.



Und der Zahn der Zeit geht natürlich auch nicht spurlos am Dämpfungsöl für den Tonarmlift vorbei. Hier noch von "Viskosität" zu sprechen, wäre geschmeichelt... Fakt ist: Das Zeug ist so zäh und verharzt, dass sich der Tonarm von allein gar nicht mehr senkt. Der Tonarmlift muss manuell heruntergedrückt werden, damit sich die Nadel in die Rille senken kann. Leider lässt sich der Lift aber dann nicht mehr per Hebel in die Höhe bewegen.

Mit sinnvoll vertretbarem Aufwand lässt sich das gute Stück eigentlich nicht mehr retten. Auch wenn´s "nur" ein alter Direkttriebler ist - da blutet einem schon ein wenig das Herz. 

Mittwoch, 11. März 2015

Cashmir Schallplatten Bremerhaven - Save the Vinyl III

Stell dir vor, du schlenderst bei lauem Frühlingswetter in Richtung eines Schallplattenladens, wo du bei Gelegenheit immer mal wieder vorbeischaust - und dann ist er weg. Geschäftsaufgabe! Ist mir gerade passiert. Und damit das nicht so weitergeht wird es höchste Zeit, für einen der (den?) letzten Schallplattenläden Bremerhavens ein wenig Werbung zu machen: Cashmir Schallplatten. In der Nähe des Bahnhofs gelegen, gibt es diesen Laden gefühlt so lange ich denken (=Schallplatten kaufen) kann. Die optische Anmutung ist alles andere als gewöhnlich, was ich sehr sympathisch finde. Hier gibt es eine riesige Auswahl aller Musikrichtungen und sehr faire Preise.






Wer sich also einmal hier im Norden nach Bremerhaven verirrt, schaut unbedingt bei Cashmir Schallplatten vorbei. Ach ja: Silberlinge gibt´s hier auch (aber wo gibt´s die nicht). Und wer seine alten schwarzen Schätze loswerden will, kann diese hier natürlich auch veräußern.

Bismarckstr. 53
27570 Bremerhaven
Tel.: 0173-58 35 887
info@cashmir-schallplatten.de

Wer sich fragt, was er denn eigentlich ausgerechnet in Bremerhaven soll, dem hätte man früher schwer gute Argumente entgegenhalten können. Allerdings hat sich in den letzten 10 Jahren sehr viel hier getan, so dass aus der ehemals grauen Maus ein ansehnliches Pflaster mit etlichen Touristenattraktionen geworden ist...






Dienstag, 17. Februar 2015

Altec 604E for sale

Ganz offenkundig ist das Thema Altec 604 ein für viele faszinierendes, gehe ich nach dem Besucheransturm auf mein letztes Posting Altec Stonehenge III "Reloaded". In diesem Zusammenhang im Folgenden eine seltene Gelegenheit, DREI Chassis Altec 604E inklusive Originalweichen zu erwerben.

Normalerweise möchte ich meinen Blog nicht für "Angebote" nutzen, aber für meinen Bekannten mache ich da einmal aus gegebenem Anlass eine Ausnahme. Diese Chassis z.B. in der "Bucht" einzustellen wäre einfach zu schade (frevelhaft!), da man die Kontrolle aus der Hand gibt, an wen man verkauft. Ich bin hier nur der Vermittler.

Zur Historie der Chassis:
Diese drei Altec 604E Chassis waren einmal in einer Tanzschule in Betrieb, bis sie ausgemustert wurden und dem jetzigen Besitzer (einem professionellen Hifi-Konstrukteur) in die Hände fielen. Alle drei Chassis befinden sich in einem sehr guten Originalzustand inklusive der Originalweichen. Einzig die flachen Schwingspulen-Zuführungen zu den Hochtonkalotten wurden gelötet, da diese im mittleren Bereich (nicht in Membrannähe) gebrochen waren. Die Chassis funktionieren einwandfrei. Der Besitzer hat für alle drei Chassis die Thiele-Small-Parameter in einem Testgehäuse penibel gemessen und dokumentiert.

Bei ernsthaftem Interesse:
Bitte eine E-Mail mit Preisvorschlag an carsten(dot)bussler(at)web(dot)de. Bitte wirklich nur bei ernst gemeintem Interesse. In diesem Fall können von mir auch die originalen TSP der drei Chassis per E-Mail geliefert werden (hier aus gutem Grund nicht veröffentlicht). Ich stelle dann den Kontakt zum Besitzer her und klinke mich aus.

Im Folgenden einige Bilder - bei Bedarf können gewiss auch weitere Bilder geliefert werden.













Ergänzend die technischen Datenblätter der Altec 604E (Quelle: alteclansingunofficial.nlenet.net):


Montag, 16. Februar 2015

Altec Stonehenge III "Reloaded" - Nachbau mit NOS Altec 604-8G (Alnico) und Originalweiche

Der Altec 604 Duplex Treiber dürfte einer der berühmtesten der Hifi-Geschichte sein - und einer der am längsten produzierten. "Duplex" sagt dabei nichts anderes aus, als dass es sich um ein Koaxial-Chassis (bestehend aus einem Basstreiber mit 3"-Schwingspule und einem Druckkammer-Mittel-Hochton-Horn) handelt. Bereits 1944 erschien diese 15"-Variante als Ableger der im Zeitraum 1941-1943 erschienenen 12"-Variante "601". (Weiterführende Infos liefert Wikipedia.)

Im Laufe der Zeit wurde der Treiber ständig weiterentwickelt und die unterschiedlichen Evolutionsstufen bzw. Varianten wurden durch einen an den Namen angehängten Zusatz kenntlich gemacht, z.B. Altec 604-8G - um diesen Treiber soll es hier gehen. Die 8G-Variante wurde zwischen 1973 und 1979 produziert und verwendete als letzte Alnico als Magnetmaterial (die späteren Modelle hatten Ferritantriebe - der vorliegende Treiber stammt von 1974). Der Korb ist aus Aluminium-Druckguss. Beim Horn handelt es sich hier um das berühmte Sectoral-Style-Horn (oder auch Multi-Cellular-Horn) - spätere Varianten (8K) verfügten über das so genannte Mantaray-Horn (benannt nach seinem Erfinder Mantaray), welches vermeintlich über eine gleichmäßigere Abstrahlcharakteristik verfügte (Stichwort: "Constant Directivity"). Wenn man - so wie Björn J. - diesen Treiber samt Originalweiche als NOS-Teil bekommen kann (Du Glücklicher!), dann stellt sich also nur noch die Frage nach der passenden Behausung.


Stonehenge III Testgehäuse aus OSB-Platten



´Gehäuse? Na, das liegt doch auf der Hand - das Altec 620A-Gehäuse!´ So würde der Kenner reagieren, schließlich wird dieser Klassiker auch von Altec selbst empfohlen. Und so sehen die nicht mehr ganz kompakten "Schnuckelchen" dann auf der Zeichnung bzw. "live" aus:



In manchen (Wohn-)Situationen können diese breiten Wonneproppen allerdings etwas zu groß sein, aber es gibt ja Alternativen, z.B. die "Stonehenge III". Sie war das größte der drei Stonehenge-Modelle von Altec (allesamt quasi Laufsteggrazien im Vergleich zur 620A):



Björn entschied sich, das Stonehenge III-Gehäuse zunächst zu Testzwecken kostengünstig aus OSB-Platten zu bauen.

(Kleiner Einschub: Spanplatte, Tischlerplatte, Multiplex, OSB oder auch Vollholz - all diese Materialien können nach meiner Erfahrung gut bis sehr gut klingen, nur MDF ist für Lautsprechergehäuse grundsätzlich völlig ungeeignet. Das spezifische Gewicht von MDF ist viel zu hoch, ergo wird die in Schwingung versetzte Gehäusemasse viel zu groß und schwingt lange nach. Rein subjektiv klingt MDF dadurch stets dumpf, mulmig, langsam und irgendwie leblos.)

Und so sieht der "Werdegang" des Gehäuses dann aus:









Die "universalen" Original-Weichen hat Björn mittlerweile durch von Jeff Markwart entwickelte ersetzt. Die Originalteile waren dann eben doch zu universell und funktionieren mehr schlecht als recht in jeder Situation... (Die beste Weiche ist ohnehin "keine", aber das geht bei Zweiwegern ja schlecht...)


Auf den Hifi-Tagen in Hamburg hatte ich Björn getroffen und er verriet mir, dass das Testgehäuse seine Feuertaufe bestanden habe. Derzeit befindet sich das finale Gehäuse aus Vollholz in der Fertigung. Update folgt!