Samstag, 29. Januar 2011

Bericht von fairaudio.de über Ulf Moning / Dynamikks!

Tja, ich glaube es ist an der Zeit, dass ich mich als Fan von Ulf Monings Lautsprechern bekenne. Kürzlich erschien auf fairaudio.de ein toller, sehr lesenswerter Bericht ("Mit ordentlich Fleisch") über Ulf Moning / Dynamikks!, direkter Link: http://www.fairaudio.de/artikel/2010-interviews/interview-dynamikks-ulf-moning-1.html

Ich selbst habe in der Vergangenheit bereits die Moning´schen Lautsprecher Dynavox 2.0, Dynavox 2.1 und das UniQorn besessen (damals noch vertrieben via "MusicConnection") - und ärgere mich bis heute, die 2.1 verkauft zu haben...

In einigen Telefonaten habe ich Ulf Moning kennen gelernt als straighten "Überzeugungstäter", als jemanden, der durch die Umsetzung eigener Ansätze und durch das Verlassen ausgetretener Pfade wie kein anderer in der Lage ist, exzellente Lautsprecher zu bauen. Auch die Dynamikks! db8 und die Imperial habe ich vor einigen Jahren mit meinem damaligen Verstärker (More Fidelity Musiqa, siehe untere Bilder) hören dürfen und war schlichtweg begeistert. Ich bin überzeugt, dass Ulf Moning gar keine schlechten - nicht einmal mittelmäßige -  Lautsprecher bauen "kann". Er ist eigentlich der einzige Hersteller, von dem ich mir "blind", d.h. ohne vorheriges Hören, jeden Lautsprecher kaufen würde.




Selige Zeiten (ca. 2007): Meine damalige Kette, bestehend aus Dynavox 2.0 und More Fidelity Musiqa No. 1, No. 2 und No. 3


Eine Besonderheit seiner Lautsprecher scheint zu sein, dass auch die größeren Modelle - damit meine ich z.B. die Imperial oder die Soundmaster - gut mit Trioden harmonieren. Das ist insofern erstaunlich, als zwar deren Wirkungsgrade zwischen 97 und 100 dB/W/m liegen und damit formal ideal für Trioden erscheinen, doch sowohl das Altec Lansing 604-L Duplex (Imperial) als auch das BMS 15CN682D (Soundmaster) haben 38er-Bässe mit entsprechenden Rückinduktionen über die Schwingspulen. Bei den mickrigen Dämpfungsfaktoren von SET müsste der Bass eigentlich "versumpfen" - tut er aber nicht! Wer solche Lautsprecher baut - erfrischend weit entfernt vom glattgebügelten Slimline-Mainstream - der hat einen Platz ganz oben in der Hall of Fame des Lautsprecherbaus verdient. Ich glaube, die Dynamikks! db8 wird doch noch mal ein Thema für mich... Oder kennen Sie in dieser Preisklasse einen besseren Lautsprecher? Eben, ich auch nicht. Oder einen anderen Hersteller, der cool genug wäre, eine 1,5 Watt SET an einen Lautsprecher wie den Monitor 10.15 zu hängen (siehe Bericht fairaudio.de)...?!
(Link zu Dynamikks!: http://www.dynamikks.com/)

30. Januar 2011: Nachschlag zu SET vs. 38er-Bässe
Wenn z.B. ein  20 cm Chassis einen gleich starken Antrieb wie ein 38er Chassis hat, dann macht der 38er bei gleicher Lautstärke weniger Hub als das kleinere Chassis und erzeugt damit weniger EMK. Daher liegt eigentlich auf der Hand, dass Trioden durch das 38er Chassis (bei ungefähr gleich starkem Chassis-Antrieb) weniger Belastungen durch Rückinduktionen erfahren und SET in einem solchen Umfeld ob ihres fast nicht erwähnenswerten Dämpfungsfaktors sogar bessere Arbeitsbedingungen vorfinden.

Bereits an anderer Stelle hatte ich behauptet, dass sogar die 2A3 durchaus Tiefbassfähigkeiten besitzt - dass aber, sagen wir mal, eine McIntosh 275 diesbezüglich im direkten Vergleich zur 2A3 SET wie ein Dampfhammer anmutet, dürfte auch klar sein.

Zeigt eine SET mit einem Lautsprecher trotz hohen Wirkungsgrades "sumpfige" Tendenzen, liegt das meistens am (zu) komplexen Weichenaufbau und an ungünstigen Impedanzverläufen.

Ich danke Ulf Moning an dieser Stelle für seine ergänzenden technischen Erläuterungen, die ich hier als "Nachschlag" mit eigenen Worten wiedergebe.

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