Mittwoch, 19. Januar 2011

Review 5/9: Fivre 2A3 Black Plate

Fivre! Schon der Name klingt viel eleganter als "Tung-Sol" oder "KenRad"! Ich muss gestehen, dass allein der Anblick einer Fivre-Schachtel genügt, um bei mir einen "Haben-Wollen-Reflex" auszulösen. Dieses Gefühl können wohl nur Japaner beim Anblick einer AD 1 von Telefunken nachempfinden...

Diese beiden Fivres sind typische "Standard"-2A3 späterer Bauart; die Datums-Codes der Label deuten auf einen Jahrgang 1953 hin. Überhaupt finde ich die Label chic...

Hier einige Bilder:


Fivre 2A3 Black Plate









Der Klang
Diese Fivre 2A3 sind so ganz anders als beispielsweise die akkuraten KenRads (vgl. Review 3/9) oder die kräftigen Raytheons (vgl. Review 1/9). Diese 2A3 spielt unglaublich elegant und hochmusikalisch. Sie lenkt die Konzentration sofort auf die Musik, aber nicht, weil sie sich aus Allem raushielte oder neutral im Hintergrund bliebe: Sie mischt sich ein, sie spinnt eine goldene Aura um jeden Ton und umhüllt ihn mit einer Portion Extra-Energie, die sich erst wieder im Ohr des Hörers entfaltet. Diese Röhre lässt niemanden kalt, die Fivre hinterlässt ein derart hohes Maß an Zufriedenheit, dass niemand fragen würde, ob hier immer alles mit rechten (neutralen) Dingen zugeht... Eher scheint es diese Italienerin mit einem Schuss augenzwinkernder Koketterie darauf anzulegen, den Hörer vollends verführen zu wollen - wohl wissend, wie sexy sie ist. Diese Fivre 2A3 Black Plates bekommen 98/100 Punkten. Diese Einstufung ist natürlich höchst subjektiv und wäre für den einen oder anderen im Vergleich zu einer Monoplate von, sagen wir einmal National Union, - selbst im Vergleich zur KenRad Dual Monoplate - nicht objektiv. Für mich ist aber das "Wohlfühlen" beim Musikhören, das Vermögen dieser Röhre, den Hörer einzulullen und gar nicht mehr anders zu können, als weiter Platte um Platte Musik zu hören, das essentielle Kriterium.

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