Mittwoch, 24. August 2011

Sorbothane-Absorber für Röhrenendstufen: 3Point 4Tube von bFly-audio

Seit einiger Zeit schon benutze ich jetzt die Sorbothane-Absorber von bFly-audio zum Entkoppeln meiner Röhrenverstärker, insbesondere als Bestandteil meiner DIY-Gerätebasen. Die dämpfenden Eigenschaften der Sorbothane wirken sich bei den erschütterungs- und mikrophonieempfindlichen Röhren besonders positiv aus.
   
Nun möchte ich bei einem neuerlichen Bericht über Sorbothane-Absorber von bFly-audio weder den Leser langweilen noch in Verdacht geraten, für etwaige Gefälligkeiten gezwungenermaßen positiv zu berichten. Daher betone ich hier ganz klar, dass a) diese Absorber wirklich bemerkenswert sind und ich b) völlig unabhängig berichte und auch die Werbung auf meinem Blog kostenfrei einstelle - und zwar für diejenigen, die mir persönlich nahestehen und/oder einen besonderen Service bzw. besondere Produkte bieten.
   
Dies vorangestellt, möchte ich den heutigen Probanden vorstellen: den Sorbothane-Absorber 3Point 4Tube speziell für Röhrenverstärker.
   
  
3Point 4Tube Absorber für Röhrengeräte mit unterschiedlicher Gewichtsverteilung
  
Das Besondere an Röhrenverstärkern ist ja häufig, dass sie aufgrund des vielen verbauten "Eisens" (Übertrager, Trafo) nicht nur ordentlich schwer sind, sondern - wie bei mir - die Gewichtsverteilung nicht gleichmäßig, sondern der Geräteschwerpunkt exzentrisch ist. Bei mir ist der Schwerpunkt tendenziell "hinten links", was nach einiger Zeit mit meiner DIY-Gerätebasis entsprechend zu einer leichten Schlagseite wie bei einem Schiff in See führte. Daraufhin habe ich die Absorberanzahl in den Basenecken einfach verdoppelt - das war´s.
   
Dass es auch eleganter geht, zeigen die 3Point 4Tube Absorber: Auf einen runden Aluminiumkörper sind jeweils drei Sorbothane-Absorber geklebt (daher "3Point") - halbkugelförmige für die leichtere Geräteseite und flache, festere für die schwerere Geräteseite.
   
     
Professionelle Verpackung: Lieferung im Schaumstoff-Köfferchen
   
Meine DIY-Basis musste also den neuen Probanden weichen. Auf der Kontaktseite zum Gerät ist der zylindrische Alu-Korpus mit einem zweilagigen Kautschuk beschichtet und gewährleistet so auch den Schutz des Gerätes vor Kratzern - bietet sich doch das "Aufbocken" des Verstärkers mit dem Boden direkt auf die Absorber an statt die Gerätefüße auf die Absorber zu stellen. Ich will ja keinen Turm bauen.
   
     
"Aufgebockte" Röhrenendstufe
    
Röhren sind ja nun bisweilen recht spezielle, divenhafte Bauteile: Sie können brummen, sirren, rauschen, spratzeln, knacken, tickern, "singen", klingeln... manche mehr, manche weniger, manche auch fast gar nicht. Aber sie sind empfindlich und profitieren von optimalen Arbeitsbedingungen. In diesem Fall habe ich wirklich gestaunt: Nach dem "Aufbocken" waren bereits im Leerlauf mit aufgedrehtem Pegel deutlich weniger der vorgenannten Störgeräusche aus den Lautsprechern wahrzunehmen - zwar nicht gänzlich verschwunden, aber merklich reduziert.
   
   
Vorderer Absorber "bei der Arbeit"
     
Humorlose Zeitgenossen mögen argwöhnen, ich höre Flöhe husten, aber ich stehe dazu: Das gesamte Klangbild profitiert deutlich von diesen Absorbern, die immerhin mit bis zu 42 kg belastbar sind. Es existieren einfach weniger Stör-Artefakte, diese "Grasnarbe" ist nun quasi deutlich kürzer geschnitten und der Klang wird sauberer, transparenter und klarer.
   
Wer der Wirkungsweise dieser Entkoppler skeptisch gegenübersteht, kann sich diese zum Ausprobieren ja zuschicken lassen und im Zweifelsfall von seinem Rückgaberecht Gebrauch machen. Aber ich bin mir sicher, dass das die Ausnahme bleiben wird... Die Summe von knapp 100 € ist meines Erachtens eine lohnende Investition. Dieser Betrag entspricht womöglich gerade der Preisdifferenz zwischen Cinchkabel X oder Y, welches zur Neuanschaffung beim noch wankelmütigen Freund Kabel-Nerd ansteht...

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen