Samstag, 29. Oktober 2011

Highly recommended tube dealer: Tube-Audiodesign Kassel

Röhrenkauf ist Vertrauenssache - umso schöner, dass es Röhrenhändler wie Tube-Audiodesign Kassel gibt. Thomas Schwärzel führt eine Menge gängiger Vor- und Endröhren sowie viele Gleichrichter - übrigens neben einem breiten Angebot elektrischer Bauteile und sonstigem Zubehör für unser Hobby - und das zu sehr, sehr fairen Preisen!

 
Ich persönlich habe außerordentlich positive Erfahrungen mit einigen 2A3-Röhren gemacht, die ich bei Tube-Audiodesign gekauft habe; die Messwerte waren exakt wie angegeben und die Preise mehr als fair. Klar, es gibt (andere) Tube-Dealer, die vielerorts ordentlich die Werbetrommel rühren, auf ihren bunten Webseiten alle möglichen komfortablen Bestelltools offerieren, leider kaum noch NOS-Röhren anbieten - und einem im gleichen Atemzug weismachen wollen, zwischen den neuen JJ´s und den alten Valvos bestünde doch gar kein Unterschied...

Herr Schwärzel hat all das nicht nötig, er besticht durch erstklassige und ehrliche Beratung, hervorragende Kommunikation, einen Top-Service, er liefert auf Wunsch auch das eine oder andere Bild einer Röhre per Email zusätzlich oder reserviert einem eine Röhre für gewisse Zeit. Dafür, Herr Schwärzel, mein Dank an dieser Stelle und eine dicke Empfehlung! Jeder, der auf der Suche nach ECCXX-Röhren, allen möglichen Endröhren oder sogar seltenen Trioden wie AD1, RS 242 oder RE 604 ist, schaue einfach mal auf seiner Webseite vorbei.

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Raytheon 2A3H Monoplate - "Nachtbilder"

Einige konstruktive Details von Röhren offenbaren sich erst in Gänze im Betrieb, wenn man sie im Dunkeln mit Makro aufnimmt. Hier also noch ein paar Herz erwärmende Bilder, die es von Transistoren oder Class D-Verstärkern so sicher nie geben wird...


Das "Vorglühen" dauert bei der 2A3H wegen der indirekten Heizung tatsächlich ungewöhnlich lange; erst nach einer guten halben Stunde (!) haben sich die Röhren thermisch stabilisiert und es gibt keine "Knackser in den Gelenken" mehr...


Schön zu erkennen: die drei Einzelsysteme


Im Dunkeln sind die Glimmerplättchen wegen der fehlenden Lichtreflexionen quasi durchsichtig


"Topview"

 
Blick "unter den Rock": (indirekte) Heizung und Kathode
 

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Raytheon 2A3H Monoplate - primus inter pares

Es hat mich viel Zeit gekostet, endlich ein gematchtes Pärchen der Raytheon 2A3H Monoplate zu ergattern - schließlich musste ich mich in Ermangelung eines adäquaten Angebots am Markt auf die Suche nach zwei einzelnen Röhren machen (eine davon fand ich bei einem kleinen, feinen Röhrenhändler in einer längst vergessenen Ecke dieser Welt in einer verschollen geglaubten Röhren-Kiste in einer jahrelang unberührten Ecke seines Lagers...). Im Vergleich zur 2A3H gibt es die "normalen" 2A3 Monoplates wie Sand am Meer!



Links gut sichtbar die drei einzelnen "Röhrchen", welche die Anodenblechhälften formen; rechts gut zu erkennen, dass eine der beiden Röhren zusätzliche Kühllamellen auf dem Anodenblech besitzt
 
Das besondere an der 2A3H ist, dass sie die einzige indirekt geheizte 2A3 ist - alle anderen 2A3, ob als Monoplate oder Dualplate, sind direkt geheizte Trioden. Bei der 2A3 ist die Wechselstromheizung die Regel -  das hat einerseits zur Folge, dass die Temperatur der kathodischen Emissionsschicht marginal im Takt der Wechselspannung schwankt und damit schwankt auch ihre Emissionsfähigkeit. Andererseits schwanken auch Anodenspannung bzw. Anodenstrom. Folge ist das typische 50Hz-Brummen, welches sich durch oft bei 2A3-Verstärkern vorhandene Symmetrierpotis (Symmetrierung der Heizspannung) reduzieren lässt. Ganz weg bekommt man es allerdings nie, und je höher der Wirkungsgrad eines Lautsprechers ist, desto deutlicher ist das Brummen ohne Musiksignal zu hören. Mich hat es nie gestört; gleichwohl gibt es deutliche Unterschiede bzgl. der Ausprägung des Brumms zwischen den unterschiedlichen 2A3-Derivaten.

Bei indirekt geheizten Trioden - wie der 2A3H - ist die Kathode im Prinzip als metallisches Röhrchen ausgeführt. Die Heizung ist hier von der Kathode entkoppelt - damit entfallen die vorgenannten Nachteile der direkten Heizung. Kehrseite der Medaille: ein etwas geringerer Wirkungsgrad - was soll´s.
 

Die Raytheon 2A3H wurde nur einige Jahre lang in den 1930er Jahren gebaut, daher ist diese Röhre so extrem selten. Sowohl Raytheon als auch National Union (NU) haben diesen Röhrentyp gebaut, wobei bei den 2A3H von NU im Unterschied zu denen von Raytheon eine Seite des Anodenblechs als Kreisbogenausschnitt geformt ist. Eine "Standard"-2A3 kann durch eine 2A3H substituiert werden und hat grundsätzlich identische elektrische Spezifikationen.


Leider ist die Garantie schon 75 Jahre abgelaufen...
Garantie-Label als Indiz für eine Produktion vor Mai 1936

   
Gerüchten zu Folge werden dieser Röhre ja geradezu sagenhafte, magische Klangeigenschaften nachgesagt - ich räume ein, dass mich das neugierig gemacht hat; einen echten Maniac lässt sowas natürlich nicht kalt.

Im Betrieb produzieren die Raytheon 2A3H tatsächlich - wie durch die indirekte Heizung zu erwarten war - signifikant weniger Brumm und Störgeräusche als jede andere mir bekannte 2A3. Dadurch hat sie eine extrem niedrige "Störgeräusch-Grasnabe", welche potenziell feinste Klangstrukturen verdeckt bzw. überlagert. Die 2A3H spielt locker auf allerhöchstem 2A3 Monoplate-Niveau verbunden mit dem Vorteil, ganz leise Signale wie Anblasgeräusche oder das Wischen von Fingern über Gitarrensaiten noch besser zu artikulieren. Zudem scheint diese Röhre vor Kraft nur so zu strotzen, jeder Ton scheint eine Extraportion Energie mit auf den Weg zu bekommen; ein Charakterzug, der meiner Erfahrung nach typisch für alle Raytheon 2A3 ist, insbesondere auch für die Raytheon 2A3 mit Doppelkasten-Anode. Alle weiteren Ausführungen zum Klang erspare ich mir, da die Suche nach geeigneten Superlativen doch ermüdend wird. Es sind schlicht die besten 2A3, die ich je gehört bzw. in meine Uchida gesteckt habe.
 



Auf dem Sockel der rechten Röhre fehlt das "H" - womöglich ein Indiz für das Produktionsjahr(?)

Ich lasse diese Röhren jetzt also in den Sockeln meiner Endstufe festkorrodieren und werde sie, bis die Kathoden ihr letztes Elektron "ausgehaucht" (emittiert) haben, laufen lassen; Tube Rolling finde ich ab jetzt langweilig, habe ich beschlossen.
 
Wird dieser Blogbeitrag nun dazu beitragen, den Kultstatus dieser Röhre zu mehren und die Preise weiter in die Höhe zu treiben? Womöglich. Wäre es daher nicht klüger gewesen zu schweigen, diese Röhre einfach nur zu geniessen und unbehelligt weitere 2A3H aufzutreiben? Bestimmt. Andererseits - vielleicht fühlt sich der eine oder andere Leser ja bemüßigt, mir seine 2A3H zum Kauf anzubieten - zum Freundschaftspreis, versteht sich. Im Impressum finden sich meine Kontaktdaten...

Sonntag, 23. Oktober 2011

Vinyl bei Saturn

Ich hätte nicht gedacht, auf meinem Blog überhaupt jemals einen Beitrag über die Elektronikkette zu schreiben, die durch ihre aktuelle Werbekampagne mit dem zur Kultfigur avancierten US-amerikanischen Boxringsprecher eine eher abstoßende Werbebotschaft vermittelt. Diese "Geiz-ist-geil"-Attitüde finde ich persönlich jedenfalls eher befremdlich, forciert sie doch die in unserer schnellebigen Welt inzwischen fest verankerte Wegwerfmentalität, nämlich den Griff zum Billigprodukt im negativen Wortsinn und konterkariert damit die Wertschätzung für langlebige Gerätschaften wie z.B. Röhrenverstärker, aber das soll jetzt gar nicht das Thema sein.
 
Vielmehr war ich sehr überrascht, als ich dieses Wochenende eher zufällig nach gefühlten Äonen mal wieder ein Geschäft vorgenannter Kette in Hamburgs Innenstadt betrat und an einer bestimmt 20 - 25 m langen Wand nichts als Vinyl erspähte! Klassik, Oldies, Rock/Pop, Alternative... alle aktuellen Platten sind erhältlich, dazu eine Vielzahl ausgesuchter älterer Scheiben aller möglichen Interpreten, innerhalb der jeweiligen Genres alphabetisch sortiert. Für mich war das neu - keine Ahnung, wie lange Saturn bereits wieder "echte Schallplatten" führt. Ich finde, das ist zumindest mal eine Erwähnung wert und darüber hinaus ein Indiz für die sich diametral entwickelnden Verkaufszahlen von Vinyl und CDs. Waren Schallplatten vielerorts ja lange Zeit ganz aus den Regalen verschwunden, wird ein Haus wie Saturn kaum aus überzeugter Verbundenheit zum Vinyl denn eher aus knallharten kaufmännischen Interessen diesen Datenträger wieder anbieten. Scheint fast so, als sollte die gute, alte Schallplatte die CD tatsächlich überleben - ich persönlich hätte jedenfalls nichts dagegen.
 
 
Meterlange Vinyl-Regale bei Saturn

Montag, 17. Oktober 2011

Highly recommended tube dealer: Brent Jessee / audiotubes.com

From time to time I would like to introduce tube dealers with whom I've had good experiences. Of course there are several important criteria but the most important one is reliability if you ask me.

Brent Jessee of audiotubes.com is very reliable: You always get a quick reply to your questions, the prices he is asking for the tubes are very fair, he has a very huge stock of partially rare tubes, the shipping is very fast and the tubes are well packed. Perfect service!
  
   
Furthermore you will find clear explanations about different brands and different designations of tubes. Let me give an example: The famous ECC83 belongs to the same family like 12AX7, 12AX7A, ECC803S, 7025, E83CC, E803CC, 6L13, 12AX7WA, B759, 6681 and 5751. Well, most of you know that, I assume. But on the audiotubes.com website you will find clear information about the different brands, the differences of their sound, and so on, and so forth.

You will hardly find such perfect service somewhere else - that´s why Brent Jessee / audiotubes.com is so highly recommended.
 
Recently I bought a very interesting, great sounding tube from Brent I like to show to you now, anyway, this pic is just an appetizer, a separate posting will follow soon:
 

Sonntag, 9. Oktober 2011

Wie laut ist laut?

Wie oft habe ich mir schon Vorurteile oder sogar Gejammer - selbst einiger Besitzer von Single-Ended-Trioden (SET) - anhören müssen, die Lautsprechersuche für SET sei so schwierig, so richtig laut ginge es nicht, und der Bass, na ja, der nicht nennenswerte Dämpfungsfaktor, und, und, und...

Bei den vorgenannten wankelmütigen Besitzern von SET handelt es sich in den meisten Fällen um Zeitgenossen, die, gefangen in ihrer rastlosen Unruhe, immer wieder einen neuen Kick (=neues Gerät, also neue Lautsprecher, die SET ist ja "gesetzt") brauchen und sowieso nie zufrieden sein oder "ankommen" werden. Impedanzkrücken mit Minima um 2 Ohm, Wirkungsgradmonster mit 87,35 dB/W/m oder Mehrwegeriche mit 38er Bässen an die arme 3-Watt-Triode klemmen - kein Problem, oder?! Man wundert sich manchmal schon. Andere wiederum scheinen einfach (falsch) konditioniert zu sein durch die fortwährende Gehirnwäsche deutscher Standard-Hifi-Gazetten, die seit Anfang der 1980er-Jahre einfach nur Bullshit über Röhrenverstärker schreiben, SET kaum bis gar nicht beachten und ansonsten die beinahe transistormäßig klingenden 0815-Röhrenamps derer mit den dicksten Werbeanzeigen hochjubeln. Kein Wunder, dass viele Hifi-Fans SET kritisch bis uninteressiert gegenüberstehen - schade!

Zeit für ein Statement!
 
Was "geht" denn eigentlich mit einer SET und wie viel Leistung brauche ich wirklich? Zunächst einmal soll folgende kurze Aufzählung ein Gefühl bzw. einen groben Anhalt für in dB angegebene Schalldruckpegel unterschiedlicher Alltagssituationen geben:

0 dB             Hörschwelle bei 2 kHz
10 dB           Blätterrauschen, ruhiges Atmen
20-30 dB      sehr ruhiges Zimmer
40-60 dB      normale Unterhaltung in 1 m Entfernung
60 dB           Fernseher in Zimmerlautstärke in 1 m Entfernung
60-80 dB      Pkw in 10 m Entfernung
80-90 dB      Hauptverkehrsstraße in 10 m Entfernung
90 dB           Gehörschäden bei langfristiger Einwirkung
100 dB         Presslufthammer in 1 m Entfernung / Diskothek
110-140 dB   Kampfflugzeug in 100 m Entfernung
120 dB         Gehörschäden bei kurzfristiger Einwirkung
134 dB         Schmerzschwelle
140 dB         Gewehrschuss in 1 m Entfernung
150 dB         Düsenflugzeug in 30 m Entfernung
 
 
Nun darf man davon ausgehen, dass die meisten unter uns Hifi-Fans sich nicht dauerhaft Diskopegel (100 dB) zufügen, sondern eher zwischen "gehobener Zimmerlautstärke" und "es mal krachen lassen" hören (Kammermusik-Fans haben mit Trioden wohl sowieso keine Probleme). Einigen wir uns daher auf 90 dB (in 1 m Entfernung), die eine Hifikette dauerhaft als Schalldruckpegel abgeben können soll, um mir (in 1 m Entfernung, ich weiß, der Hörabstand ist größer...) langfristig Gehörschäden einzuhandeln...

Streng genommen ist in der weiteren Betrachtung zu berücksichtigen, dass die jeweilige Frequenz, bei der ein bestimmter Schalldruckpegel erzielt wird oder werden soll, einen maßgeblichen Einfluss auf die vom Verstärker zu liefernde Leistung hat. Nehmen wir aber der Einfachheit halber an, unser fiktiver Lautsprecher arbeite über alle Frequenzbereiche linear und verfügt über weitgehend gutmütige Impedanz- und Phasenverläufe. Berücksichtigen wir weiterhin, dass laute Spitzen in der Musik dem Verstärker kurzfristig eine bis zu zehn Mal höhere Leistung als im Mittel abverlangen ("Impulsleistung"). Weiterhin spielt das Bündelungsverhalten bei der nun folgenden Darstellung eine Rolle, streng genommen gilt diese nämlich nur für kugelförmig abstrahlende Schallerzeuger (z.B. Kugelwellenhorn):

Lautsprecher mit Wirkungsgrad <92 dB
Fehlkonstruktion; für "High Fidelity" ungeeignet.
Hin und wieder "heilbar" mit gängigen Trioden wie z.B. 6C33C, 211, 845


Lautsprecher mit Wirkungsgrad 92 dB
Wirkungsgrad 1%.
Nötige Verstärkerleistung für 90 dB: 0,63 Watt
Nötige Verstärkerleistung für 96 dB: 2,5 Watt
Geeignete, gängige Trioden: z.B. 300B, PX25

Lautsprecher mit Wirkungsgrad 94 dB
Wirkungsgrad 1,6%.
Nötige Verstärkerleistung für 90 dB: 0,4 Watt
Nötige Verstärkerleistung für 96 dB: 1,6 Watt
Geeignete, gängige Trioden: z.B. PX4, AD1/EBIII, 2A3, RE604

Lautsprecher mit Wirkungsgrad 96 dB
Wirkungsgrad 2,5%.
Nötige Verstärkerleistung für 90 dB: 0,25 Watt
Nötige Verstärkerleistung für 96 dB: 1,0 Watt
Geeignete, gängige Trioden: z.B. VT-52, 45, 2A3 Monoplate

Lautsprecher mit Wirkungsgrad 98 dB
Wirkungsgrad 4%.
Nötige Verstärkerleistung für 90 dB: 0,16 Watt
Nötige Verstärkerleistung für 96 dB: 0,63 Watt
Geeignete, gängige Triode: z.B. VT-25

Wir SET-Fans sind ja - zugegeben - bisweilen etwas dogmatisch in unserer Sicht der Dinge, aber wie bereits zuvor genannt ist die (Art der) Triode, aus welchen Gründen auch immer, meist gesetzt. Die kurze Darstellung oben mag als Orientierung dienen, sich für seine SET auf die Suche zu machen - ob Horn, Open Baffle oder Bassreflex, ob Fullrange-Breitbänder oder Zweiwegesystem, ob... na was auch immer, idealerweise mit einer (möglichst linearen) Nennimpedanz von 8 Ohm oder höher und möglichst geringen Phasendrehungen.

Hatte ich schon erwähnt, dass ich den neuerdings außerordentlich gut beleumundeten Class D-Verstärkern ablehnend gegenüberstehe - obwohl ich noch nie einen einzigen gehört habe? Nun, sie verwenden eben keine Trioden; mich interessiert einfach nicht, wie sie klingen. Von wegen Dogma und so...

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Die Triode PX25

Die Triode PX25 ist neben der 2A3 meine heimliche Lieblingsröhre. Es gab nur sehr wenige Hersteller, die Verstärker mit dieser Röhre in Serie produziert haben. So gab es z.B. eine Zeit lang die Shindo Lafon Monoendstufen in PX25-Ausführung (vgl. hifi tunes - Das Klassikerbuch). Schließlich hat Shindo-san, der um die Endröhren seiner Verstärker nie viel Aufhebens macht und hier keine besondere Präferenz zu haben scheint, im Laufe eines Produktzyklus häufig munter Schaltungen und eingesetzte Röhren eines Verstärkers verändert.
     
  
 Shindo Lafon mit PX25; Bildquelle: pitchperfectaudio.com

Die PX25 ist bei 25 Watt Anodenverlustleistung für 5 bis 6 Watt Ausgangsleistung gut; die genauen Spezifikationen gibt es z.B. hier. Damit kommt sie leistungsmäßig fast an eine 300B heran. Die PX25 kam 1932 auf den Markt und wurde bis in die 1960er Jahre produziert, u.a. von Marconi, Osram oder G.E.C.
  
  
oben: Marconi PX25 in "Ballonform", Bildquelle: The National Valve Museum
  
  
oben: Pärchen PX25 von G.E.C. in "Ballonform"

 
oben: PX25 von Osram und G.E.C. in der späteren fast zylindrischen Form; Bildquelle: tubeworld.com

Persönlich habe ich ebenfalls vor längerer Zeit  Monoendstufen mit der PX25 besessen, und zwar das erste von fünf überhaupt gebauten Pärchen der More Fidelity Musiqa No. 5 (Music Connection), welche in der image hifi 3/99 vorgestellt worden sind. Die PX25 spielt im Vergleich zu einer 2A3 etwas nüchterner, vielleicht ehrlicher, tendenziell eher vergleichbar mit einer AD1. Nach damals langem direkten Vergleich mit der ähnlich aufgebauten More Fidelity Musiqa No. 3 (2A3, allerdings Stereoendstufe) fiel mir auf, dass die PX25 nicht so euphonisch ist wie eine 2A3, sondern besser durchhörbar; nicht ganz so "einlullend", sondern eher kraftvoll zupackend und tendenziell heller im Gesamtcharakter. Allerdings beziehen sich diese Eindrücke aus meiner Erinnerung auf PX25-Nachbauten von KR Audio; die oben abgebildeten Pretiosen hatte ich leider nicht verfügbar.
   
  
Zur Illustration meine damalige Kette mit der More Fidelity Musiqa-Serie (hier No. 1, 2 und 3) - die Geräte sahen äußerlich bis auf den Schriftzug mit unterschiedlichen Noten alle identisch aus.
  
Wer heutzutage PX25 in NOS-Qualität sucht, der schaue einfach mal bei Alto Fidelity vorbei.