Freitag, 4. Mai 2012

Ankündigung: Röhren-Phonovorstufe Perla Musica von bFly-audio

bFly-audio ist bislang insbesondere durch Sorbothane-Absorber und Plattenspielerzubehör bekannt geworden, einige Produkte hatte ich hier im Blog bereits vorgestellt. Auf zu neuen Ufern: Bereits seit einiger Zeit stehe ich mit bFly-Chef Reinhold Schäffer in regelmäßigem Austausch zum Entwicklungsstand seiner neuen hochwertigen Phonostufe - nun ist sie fertig: die Perla Musica.
   
 
Phonovorstufe Perla Musica
   
 
Heute teilte mir Herr Schäffer mit, dass er mir nun wie besprochen die MM-Variante schickt - Vorfreude pur! Natürlich werde ich nach intensiven Hörsessions in einem Follow-up berichten, möchte aber schon jetzt einige Infos zu diesem hochinteressanten Neuling liefern.
 
Es wird sowohl eine MM- als auch eine MC-Variante geben. Die MC-Variante hat zusätzlich Übertrager, die den Anschluss im Grunde aller MC-Tonabnehmersysteme ermöglichen. Die Eingangsimpedanz kann grundsätzlich auf den Wunschwert für das eigene System angepasst werden. Die Verstärkungsfaktoren betragen 46 dB (MM) respektive 66 dB (MC). Die Ausgangsimpedanz beträgt 600 Ohm, der Eingangswiderstand standardmäßige 47 kOhm (MM) bzw. 100 pF Eingangskapazität (MC) - letztere ist aber auf Wunsch anpassbar.
    
  
Innenansicht 1: Phonoboard mit 3x ECC83 (12AX7)
 
 
  
Innenansicht 2: Netzteil mit Röhrengleichrichter EZ90
 
 
  
Innenansicht 3: Heizungsversorgung
 
 
Die Ausrüstung des Aluminiumgehäuses sowie der Platinen mit den hauseigenen Sorbothane-Elementen ist obligatorisch. Sehr pfiffig finde ich weiterhin die als Belüftungsschlitze fungierenden Schriftzüge im Gehäuse. Außerdem markiert ein roter Punkt die Phase an der Netzsteckerbuchse.
 

Rückansicht: MM-Variante der Perla Musica
 
 
Weitere Besonderheit: Kein einziger Schalter liegt im Signalweg, alle Verbindungen wurden zur Minimierung der Übergangswiderstände gelötet. Außerdem verfügen beide Kanäle über eine separate Spannungsversorgung.
 
Welche Röhrenderivate in den Sockeln stecken, weiß ich gar nicht. Eigentlich warten folgende ECC83-Äquivalente schon darauf, von mir eingesteckt zu werden (vergesst dagegen die Telefunken ECC803S!):
   
   
M.E. eins der besten ECC83-Äquivalente überhaupt: Mullard M8137 mit Kolben aus "Blubberblasenglas" (ok, das ist keine offizielle Bezeichnung; so nenne wohl nur ich es)
 
 
Aber Herr Schäffer legt Wert darauf, dass die von ihm verwendeten Röhren keines Tausches bedürfen - diesem Wunsch will ich gerne entsprechen und demnächst daher ausschließlich über die Klangqualitäten in "Stammbesetzung" mit Originalröhren berichten.

Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt - dieses extrem konsequente, puristische und hochwertig ausgeführte Design mit der vermeintlich profanen ECC83 finde ich jedenfalls äußerst vielversprechend.
 
Stay tuned!

1 Kommentar:

  1. Nicht nur Du, lieber Carsten :-),

    ich habe heute Abend mein Phonomopped MK2B mit nicht magnetischen Dale 1k Widerlingen bestückt und höre nun mit etliche hundert Stunden "alten" Mullard EC86 ganz entspannt Musik.

    Grüße,
    Mathias

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