Dienstag, 26. Juni 2012

Of Monsters and Men

Manchmal gibt es Ereignisse, die einen wirklich überraschen. Zum Beispiel, wenn man ein perfektes Lied zum ersten Mal hört und es einen "erwischt", einfach, weil der Song eben "funktioniert". Sicher ist das allein noch nicht allzu bemerkenswert - allerdings schon, wenn es im ZDF als Live-Auftritt vor dem Anpfiff eines Fußball-EM-Spiels passiert (Kroatien - Spanien), wo man doch eigentlich darauf eingestellt war, Olli Kahns geistige Ergüsse zu ertragen.
 
Tja, das kommt dabei raus, wenn im Autoradio nur noch NDR Info läuft, weil zum Zeitung lesen vor lauter Arbeit keine Zeit mehr bleibt. Und der letzte Blick in den Rolling Stone, den New Musical Express oder die Spex ist auch schon eine Weile her...
 
Ach so: Es geht um die isländische Band "Of Monsters and Men", die jüngst ihre in ihrem Heimatland bereits 2011 erschienene Album-Auskopplung "Little Talks" präsentierte. Sehr erfrischend (anders), irgendwie auch typisch isländisch und supersympathisch - schön, dass es nach Björk endlich einmal wieder ambitionierte Newcomer von der größten Vulkaninsel der Welt gibt.
 
 
Of Monsters and Men live in New York, Bildquelle: Wikipedia
   
Das Album  gibt es glücklicherweise auch als Vinyl-LP und erfüllt die durch den Live-Auftritt bei mir geweckten Erwartungen voll und ganz. In den 80er Jahren hätte man die Musik wohl in die Genre-Schublade "Indie-Rock mit Folk-Einschlag" gesteckt, was auch immer damals damit gemeint war (eigentlich bezog sich "Indie", also Independent, ja auf das Label - hingegen wurden damals selbst etliche bei Major-Labeln unter Vertrag stehende Bands als "Indie-Band" etikettiert, weil es eben en vogue war...).

Sei´s drum, diese junge Truppe verdient jedenfalls Aufmerksamkeit und sie wird sicher ihren Weg gehen - manchmal setzt sich selbst heute in Zeiten des unreflektierten Konsumzeitgeistes Qualität ja doch noch durch.
 
 
 Of Monsters and Men - My Head is an Animal

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