Mittwoch, 23. Januar 2013

Elektronische Hifi-Magazine für Tablet PCs

Nachdem ich mich kürzlich über die Zukunft von Printmedien geäußert hatte, war es an der Zeit für einen Selbstversuch in Bezug auf elektronische Hifi-Magazine. Konservatismus wohnt naturgemäß ja ein großes Beharrungsvermögen inne und so habe ich alter Sturkopp natürlich posaunt, auch heute nicht auf die Haptik raschelnden Papiers verzichten zu wollen. Zu diesem Zeitpunkt besaß ich ja auch noch keinen Tablet PC. Aber seitdem mir meine liebe Frau eins dieser neumodischen Dinger geschenkt hat (ich selbst hätte mir so ein Gerät natürlich niiiemals angeschafft...), habe ich nicht nur viele Vorurteile über Bord geworfen, sondern auch mein Spieltrieb war geweckt. Eigentlich genau wie bei Röhren. Ok, ok, also wieder ein klarer Fall für die Schublade "Vom Saulus zum Paulus" oder "Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern"...
 
Wie auch immer, da sitze ich nun vor diesem kleinen Apfel-Gerät und frage mich, wie das denn wohl funktioniert mit dem Kauf oder dem Abo eines elektronischen Magazins - und viel wichtiger: Wie ist es um den Lesekomfort bestellt? Was lag also näher, als diesbezüglich die Fidelity-Redaktion zu kontaktieren, schließlich habe ich ein bestehendes Abo und zudem kam kürzlich die Meldung, dass es die Fidelity ab sofort auch als e-Paper für 6,99 € pro Ausgabe sowie im Digital-Abo für 35,99 € (6 Ausgaben) gibt, also deutlich günstiger als die Printausgabe!
 
Prompt erhielt ich die freundliche Rückmeldung, ich müsse mir die "keosk."-App auf meinen Tablet PC herunterladen (keosk., nicht Kiosk - immerhin weiß ich mittlerweile, was eine App ist). In diesem Online-Zeitschriftenladen sucht man sich einfach sein Magazin und kann dieses abonnieren oder einzelne ältere Ausgaben "downloaden". Und weil mein Print-Abo noch bis Ausgabe Nr. 6 läuft und das Digital-Abo erst ab Nr. 7 startet, habe ich mir aus Neugier gleich die Debütausgabe der Fidelity geladen (welche ich ja auch schon in Papierform besitze). Dafür benötigt man nur entsprechendes Guthaben, welches über iTunes-Karten "aufgeladen" werden kann.
  


 
Diese drei Screenshots zeigen beispielhaft, wie die Ausgabe als e-Paper aussieht. Schnelles Blättern, Zoomen von Bildern und Texten - alles kein Problem. Komfortabler geht´s kaum, günstiger ebenfalls nicht und auch nicht platzsparender. Endlich Schluss mit durchbiegenden Regalen voller eingestaubter Hefte, und das Schönste: Wenn ich will, habe ich sie mit dem Tablet PC überall dabei - im Zug, bei der Arbeit oder wo auch immer. Ich jedenfalls werde fortan auf das Rascheln von Papier gut verzichten können...
 
Dass so die Zukunft unserer Noch-Print-Medienlandschaft aussieht, liegt für mich jedenfalls auf der Hand. Mittelfristig wird es sich kaum ein Magazin erlauben können, nicht auch in elektronischer Form angeboten zu werden.

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