Donnerstag, 7. Februar 2013

Klang + Ton - nicht von Pappe

Gestern war die neue Klang + Ton (2/2013) im Briefkasten, als Abonnent ist man hier gegenüber Kioskkäufern ja stets zwei bis drei Tage im Vorteil. Diese Ausgabe möchte ich gerne zum Anlass nehmen, für Holgers Magazin eine Lanze zu brechen, es ist wirklich einmal an der Zeit. Und zwar deshalb, weil es kaum ein anderes Magazin gibt, das so inspirierend ist. Wie wohl die meisten Triodenfreaks - egal, ob der 2A3, AD1, EBIII, 45, 300B, RE604, VT52 oder welcher Triode auch immer verfallen - baue auch ich meine Lautsprecher selbst, einfach weil der Markt fast ausnahmslos aus langweiligen, glattgebügelten, für Trioden ungeeigneten, ineffizienten Lautsprechern besteht. Und natürlich weil Lautsprecher bauen Spaß macht. Und weil das Ergebnis meist besser und günstiger ist als der am Markt angebotene Langweilig-Fi-Kram. Punkt.
  
   
Nun geht es mir ja gar nicht darum, bestimmte Bauvorschläge 1:1 nachzubauen, obwohl die meisten Leser wohl genau das tun und so soll es ja auch sein. Vielmehr bin ich immer wieder aufs Neue von den unkonventionellen Ideen begeistert, die Holger Barske und sein Team da so präsentieren, sei es z.B. bei der Kombination von Chassis für eine Box oder der Verwendung von IKEA-Möbeln als Lautsprecherständer wie in der aktuellen Ausgabe. Ein 70-Liter-Retro-Monitor auf einem abgesägten IKEA-Hocker mit 12"-Tieftöner und einem bis 40 kHz hochlaufenden Konushochtöner, das ist einfach saucool.
    
   
Viele meiner eigenen Bauaktivitäten sind gerade deshalb durch K+T inspiriert, weil hier oft um die Ecke gedacht und man immer wieder auf neue "dumme Gedanken" gebracht wird. Und nicht selten ergeben sich genau aus diesen vordergründig schrägen Ideen in der Praxis ganz erstaunliche und unerwartete Ergebnisse...
 
Dafür, lieber Holger, möchte ich Dir meinen Dank aussprechen und hoffe, dass es mit der K+T erfolgreich weitergeht. Ich werde Euch jedenfalls als Abonnent treu bleiben und nach Auslaufen des Papier-Abos auf das E-Paper umschwenken, welches es erfreulicherweise gibt - bei dem (geringen) aufgerufenen Preis muss man sich ja fast schon fragen, wie ein solches Magazin überhaupt existieren kann...

1 Kommentar:

  1. Vielen Dank für die Blumen, Carsten.

    Tatsächlich verstehen wir die Klang + Ton auch als Brutstätte für Alternativen zu Mainstream-Lautsprechern. Siebzehner plus Kalotte machen wir bewusst nur in Ausnahmefällen, davon gibt's in der Tat schon genug.
    Ich reiche die warmen Worte gerne an die Kollegen weiter, die das aktuelle Heft zum großen Teil ohne mich gemacht haben - ich musste mich ja in Korea rumtreiben ;-).

    LG: Holger

    AntwortenLöschen