Samstag, 9. Mai 2015

Hochwirkungsgrad: Lautsprecher mit Philips AD 1255/M7 (AlNiCo) 12" Breitbänder

So ein 30 cm Vollbereichsbreitbänder ist schon eine feine Sache, ganz einfach, weil er genug Luft "schieben" kann für ein solides Fundament. Der Philips AD 1255/M7 ist ein sehr gesuchter "historischer" Treiber, hat AlNiCo als Magnetmaterial, ist ein "Achtöhmer" und verfügt über einen Nennwirkungsgrad von ca. 97 dB. Das gute Stück wiegt ca. 3,5 kg, das ist schon mal ein Wort. Offizielle Daten wie TSP sind im Netz gar nicht so leicht zu finden, deshalb muss man "seine" Treiberchen, sofern man solche Pretiosen in gutem Zustand irgendwo auftreiben kann, selbst messen - was man ohnehin stets machen sollte. Ich glaube, der AD 1255/M7 kam ca. Ende der 1960er-Jahre oder Anfang der 1970er-Jahre als Nachfolger des Philips AD 5200M auf den Markt, ganz sicher bin ich mir da aber nicht.

Die Resonanzfrequenz liegt so um die 40 Hz, Qts bei knapp unter 0,50 - Resokiste, Open Baffle oder Bassreflex (autsch!) drängen sich hier auf. Man kann das z.B. mit einer Mischform aus Resokiste und Bassreflex so lösen:


Trapezförmige Grundform, relativ großer Reflexkanal, Volumen gem. Originalgehäuse. Wandstärken (Tonholz): Front 14 mm, Seiten, Boden und Deckel 12 mm, Rückwand 9 oder 10 mm. Minimalistische "Filterung" bzw. Dämpfung per Schaumstoffelement.







Mit einem Streukegel kann man Bündelungseffekten im Hochtonbereich entgegenwirken - muss man aber nicht unbedingt.


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