Montag, 10. Oktober 2016

AV 2A3M von Alesa Vaic Vacuum Technology (AVVT)

Über Alesa Vaic braucht man nicht viele Worte verlieren, seine Röhrenverstärker dürfte wohl jeder kennen. Der gute Alesa hat neben seinen Amps auch immer wieder Röhren produziert, die sich streng genommen an historischen Vorbildern orientierten - inklusive der Originalspezifikationen -, häufig jedoch belastbarer als die Originale waren (bzw. sind). In diesem Fall geht es um die bis 2001 produzierte AV 2A3M von AVVT (Alesa Vaic Vacuum Technology), welche eine sehr interessante, von mir bis dato gleichwohl unbeachtete Röhre ist (sie ist mir schlichtweg bisher nicht in die Finger gekommen).


Üblicherweise wird eine 2A3 mit 250 Volt Anodenspannung betrieben; RCA spezifiziert die 2A3 mit maximal zulässigen 300 Volt. Die AV 2A3M lässt hier sogar bis zu 450 Volt zu! Die daraus resultierende höhere (mögliche) Anodenverlustleistung ließe zu, aus dieser Röhre ca. 5,5 Watt Nennleistung heraus zu kitzeln - das empfiehlt sich aber nur, wenn das gesamte Amp-Setup entsprechend ausgelegt wird; ich würde solche "Spielereien" z.B. an einer Uchida sein lassen... (und wer braucht schon 5 Watt?!). 
Sei´s drum, sie kann ja auch ganz normal in den Standardspezifikationen betrieben werden und sicherlich kommt das der Lebensdauer zu Gute, welche von AVVT mit ohnehin schon ambitionierten 40.000 Betriebsstunden angegeben wurde! (So viel Musik werde ich den Rest meines Lebens sicherlich nicht mehr hören.)
 





Eine weitere Besonderheit dieser Röhre ist die Maschenanode (AV 2A3M; M für Mesh) anstatt des sonst üblichen Anodenblechs. Die Maschen sind aus Nickeldraht geflochten. Vergoldete Pins und eine Anti-Mikrophonie-Aufhängung runden das durchdachte Design dieser 2A3 ab. Ach ja: Streng genommen handelt es sich bei diesem Design sogar um eine Monoplate... Wer Interesse an dieser mittlerweile doch sehr seltenen Röhre hat, kann sich gerne bei mir per E-Mail melden, ich vermittele eine entsprechende Quelle. Ein oder zwei Pärchen sind wohl noch verfügbar.